mod02-boot-d.gif (690 Byte)

 

"Das Boot" ist eine fix verheftete, schwimmende Anlage im Donaukanal vis a vis der Urania. Werbeagentur mit Ausstellungsräumen und Eignerappartment war die Grundlage des Raumprogramms. Die Formen entstammen einem Entwurfsprozess, der die Geschichte der Donau und ihrer Unberechenbarkeit ernst nimmt und in ein Objekt übersetzt. Dieses Projekt beschäftigt sich mit den nicht mehr wahrgenommenen Qualitäten und Quantitäten des Donaukanals. So nimmt es z.B. die Differenz zwischen Kai und Wasseroberfläche sowie die Differenz zwischen Tief- und Hochwasserstand (bis zu unglaublichen 4,5 m) auf und übersetzt diese in Bewegungen des Baukörpers. Wände neigen sich, Wände verschieben sich, Stufen sind steil oder flach, Funktionen ändern sich. Bei hundertjährigem Hochwasser lässt sich das Boot überhaupt nicht mehr betreten, es ist wie ein Stück Natur; nicht völlig beherrschbar. Veröffentlicht in: "Architektur aktuell" No. 153 Mai 1993, Springer Verlag
"Architektur aktuell" No. 187/88 Jan/Feb 1996, Springer Verlag
Bau- und Immobilien-Report, März 1999, Report-Verlag

 

Bewegungsstudie

Fotos: ©Gisela Erlacher


Eckdaten: 

Nettogrundrissfläche 890 m²
Agentur 500 m²
Ausstellung 100 m²
Appartment 250 m²
Technik 40 m²

Termine:  
Planungsauftrag Sept. 90
Einreichung Dez. 91

Pläne: 
Wasserebene 
Eingangsebene 
1. Deck

 


Auftraggeber:
 
CAA Werbeagentur
Goldschmiedgasse 10
A-1010 Wien
Hr. Joe Ofenböck

Partner:  
AT-P, Achammer Tritthart-Partner Wien ZT GmbH
Landstrasser Hauptstrasse 97-101
A-1030 Wien

 

Die Einreichung für dieses Projekt wurde zurückgezogen, da die zuständigen Behörden mit einem abschlägigen Bescheid drohten. Zu diesem Zeitpunkt war das Projekt ausfinanziert und Joe Ofenböck zusammen mit allen Beteiligten voller Enthusiasmus, endlich an die Realisierung dieses für Wien einzigartigen Bauwerkes zu gehen. Am 17.6.94, nach zweieinhalb Jahren, war klar, dass die Behörden keine privaten Nutzungen am Donaukanal zulassen werden.